Kranfahrzeuge
Liebherr LTM 1100Update: 18.12.2002
Liebherr LTM 1100Maßstab: 1:16
Erbauer: Lorenz Nibler
Baubeginn: 1998-2000
Fortschritt: 100%
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Vorwort
Ende November 2002 hatte ich Gelegenheit den Modellbaukollegen Lorenz Nibler aus Neumarkt/Obpf. zu besuchen. Sein Modell eines Liebherr Mobilkran hatte ich schon in einer früheren Ausgabe der Zeitschrift 'Truck-Modell' gesehen. Nun konnte ich endlich das Modell live in Aktion zu sehen. Dabei sind die folgenden Bilder entstanden, die Texte stammen aus der Feder des Erbauers.


Grundkonzeption (1)
Bild im Grossformat anzeigen Ich möchte ein Modell vorstellen daß mit einfachen Werkzeug, welches man in jedem Modellbaukeller findet, zu bauen möglich ist. Auch sollten alle Teile so weit wie möglich selbst hergestellt werden. Werkzeuge waren nur Stichsäge, Feile, Bohrmaschine, Gewindebohrer sowie Lötzeug.


Grundkonzeption (2)
Bild im Grossformat anzeigen Als Baumaterial kam Aluminium und Kunststoff in Frage. Da ich keine Drehbank, Fräse oder dergleichen habe, stand fest, daß alle Zylinder nicht Hydraulisch sondern elektromechanisch betätigt werden. Nach einer Bauzeit von ca. 3 Jahren bin ich stolz, dass mir all das gelungen ist.


Technische Daten
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Länge: 110cm
Breite: 21cm
Höhe: 28cm
Gesamtgewicht: 18kg
Innenradius: 70cm
Max. Außenradius: 175cm
Hubhöhen: 250cm
Traglast: ca 4 kg


Reifen und Felgen
Bild im Grossformat anzeigen Mein größtes Problem am Anfang waren die Reifen doch da habe ich eine Anzeige über die Fa. Klaus Kunz in 67130 Maxdorf gelesen. Nach ein paar Wochen waren die Reifen mit den gewünschten Maßen und Profilen in meinem Keller. Nach dem mir meine in Holz gebauten Felgen nicht gefallen hatten, machte ich eine Ausnahme und drehte in unserer Firma elf Felgen aus Kunststoff . Die auf dem Markt erhältlichen haben mir nicht zugesprochen.


Achsen und Antrieb (1)
Bild im Grossformat anzeigen Auch die drei selbstgebauten Differentiale waren zu schwergängig und ich mußte wieder auf dem Modellbaumarkt zurückgreifen. Auf die gewünschte Länge umgebaute Wedico-Differential hatte alle Probleme gelöst. Auch die umgebaute lenkbare Antriebsachse gehörte dazu. Selbstverständlich wurden gleich alle Achsen mit Kugellager ausgestattet.


Achsen und Antrieb (2)
Bild im Grossformat anzeigen Damit nicht die ganze Kraft vom Motor zur ersten und dann zur zweiten und dritten Achse gebracht wird, wurde ein Verteilergetriebe mit dem Modul 1 zwischen dritte und vierte Achse eingebaut. Von da aus wird die Kraft gleichmäßig verteilt.


Achsen und Antrieb (3)
Bild im Grossformat anzeigen Als die fünf Achsen fertig waren wurden sie mit dem Rahmen verbunden. Dieser besteht aus einem Aluminium U-Profil. Für ein paar Mark in die Kaffeekasse konnte ich in einem Metallverarbeitenden Betrieb Reststücke von Alubleche und Profile mitnehmen.


Lenkung (1)
Bild im Grossformat anzeigen Etwas Zeitaufwendig war nun die Lenkgeometrie. Mein Ziel war, einen Innendurchmesser von 100 cm nicht zu sehr überschreiten. Anhand von meinen Plan wurde die Lenkgeometrie entnommen. Da drei Achsen lenkbar sind, waren sechs unterschiedliche Radien vonnöten. Dies wurde immer wieder getestet.


Lenkung (2)
Bild im Grossformat anzeigen Bevor die endgültige Lenkstange eingebaut wurde, wurde der Rahmen mit dem zu erwartenden Achsgewicht belastet. Erst jetzt konnte man sehen wie gut meine Berechnungen waren. Jede lenkbare Achse wurde mit einem eigenen Servo ausgestattet. Diese wurden jedoch später mit einer gemeinsamen Lenkstange verbunden, so daß eine belastete Achse nicht wild in eine andere Richtung einschlägt.


Zum zweiten Teil des Berichts